Echtes Leben statt Perfektion
„Machen kommt von Tun“ steht für echtes Leben. Nicht für Hochglanz, nicht für Selbstoptimierungswahn und ganz sicher nicht für Social-Media-Schein. Es geht um Frauen, die Verantwortung tragen – für Job, Familie, Alltag, Hof, Kinder, Beziehungen und sich selbst. Frauen, die nicht jammern, sondern Lösungen suchen, die im Alltag funktionieren.
Und genau aus diesem echten Leben heraus entsteht der Satz, um den sich alles dreht: Wer billig kauft, zahlt zweimal.
Was zunächst nach einer Binsenweisheit klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Lebensprinzip – mit Folgen weit über den Geldbeutel hinaus.
Ein Rollcontainer für 99 Euro und eine große Erkenntnis
Manchmal sind es die kleinen Dinge, an denen sich große Wahrheiten zeigen. In diesem Fall: ein Rollcontainer für 99 Euro. Optisch genau das Richtige, farblich passend, schnell gekauft. Doch schon beim Aufbau wird klar: Das war keine gute Entscheidung. Wackelig, schlecht verarbeitet, keine Freude – und vor allem keine Lösung.
99 Euro sind kein Pappenstiel. Für niemanden. Das ist Geld, für das Menschen arbeiten, oft viele Stunden. Und genau deshalb tut es weh, wenn man merkt: Dieses Geld war schlecht investiert. Der Rollcontainer erfüllt seinen Zweck nur halb – und wird vermutlich nicht lange bleiben. Die Konsequenz ist klar: Es wird irgendwann ein zweiter gekauft.
Und damit ist man mitten im Thema: zweimal zahlen. Erst mit Geld. Dann mit Ärger. Und später nochmal mit Geld.
Günstig essen, teuer bezahlen
Der Rollcontainer ist nur das Sinnbild. Denn dieses Prinzip begegnet uns ständig – besonders bei der Ernährung.
Wer billig kauft, zahlt zweimal. Wer ständig „schnell schnell“ isst, zahlt zweimal. Wer achtlos konsumiert, zahlt zweimal.
Nicht unbedingt sofort. Aber irgendwann.
Denn billige Lebensmittel, stark Verarbeitetes, permanentes Snacken und „Hauptsache satt“ führen oft nicht zu mehr Energie, sondern zu Heißhunger, Gewichtszunahme, Trägheit oder langfristig zu echten gesundheitlichen Baustellen. Dann zahlt man nicht mehr an der Kasse, sondern mit dem Körper.
Dabei geht es hier nicht um Diäten, Verzicht oder Dogmen. Es geht um Grundversorgung. Um warme, gekochte Mahlzeiten. Um Essen, das sättigt, nährt und im Alltag funktioniert.
Kochen ist in diesem Zusammenhang keine romantische Idee, sondern eine strategische Entscheidung. Wer regelmäßig kocht, sorgt für Stabilität – körperlich und mental. Gerade in stressigen Zeiten.
Abnehmen ohne Diät: Warum weniger nicht immer weniger ist
Das Thema Gewicht zieht sich durch viele Lebensphasen. Nicht dramatisch, nicht extrem – sondern real. Zehn Kilo mehr. Zehn weniger. Schwangerschaften, Stillzeiten, Schlafmangel, Stress. Alles normal.
Die entscheidende Erkenntnis: Das Problem ist oft nicht das Essen.
Zumindest nicht, wenn man grundsätzlich ausgewogen isst, wenig Zucker trinkt, kaum Süßgetränke konsumiert und regelmäßig warm isst.
In Phasen, in denen das Leben ruhiger war, Bewegung da war und Strukturen gestimmt haben, hat sich das Gewicht fast von selbst reguliert. Ohne Diät. Ohne Verzicht. Mit ganz normalem Essen. Sonntags mit Nachspeise. Mit Tafelspitz, Rinderbraten oder Rouladen. Mit Kartoffeln – nur eben in kleineren Mengen als bei den Kindern.
Das funktioniert. Aber nur, solange das Gesamtpaket stimmt.
Stress, Bewegung und der Preis des Durchhaltens
Dann kam Corona. Kein Sport mehr. Kein Ausgleich. Dafür Homeschooling, Selbstständigkeit, Masken nähen, Verantwortung auf allen Ebenen. Gekocht wurde weiterhin – sogar zweimal am Tag. Warm, ausgewogen, regelmäßig. Die Familie war versorgt. Der Alltag lief.
Was fehlte, war Bewegung.
Und genau hier zeigt sich, wie trügerisch es ist zu glauben, Ernährung allein regelt alles. Der Körper reagiert auf Stress nicht rational, sondern biologisch. Er speichert. Er bunkert. Er schützt.
Irgendwann kommen die „Zipperlein“. Keine Krankheit, keine Diagnose – aber ein klares Gefühl: So geht es nicht weiter. Nicht für dieses Pensum. Nicht für dieses Leben.
Fasten allein bringt dann nichts mehr. Weniger essen auch nicht. Der Organismus steht auf Überleben. Gewicht und Stress hängen enger zusammen, als viele wahrhaben wollen.
Und genau hier zahlt man das zweite Mal.
Nicht, weil man „zu viel gegessen“ hat. Sondern weil man zu lange über seine Grenzen gegangen ist. Weil Bewegung hinten runtergefallen ist. Weil das gute Leben – Wein, Genuss, Durchhalten – zur Gewohnheit geworden ist.
Verantwortung statt Selbstbetrug
Die Wahrheit ist unbequem, aber klar: Niemand zwingt uns zu diesem Leben. Wir wählen es. Wir wählen unsere Arbeit, unsere Projekte, unsere Prioritäten. Und genau deshalb tragen wir auch die Verantwortung, rechtzeitig gegenzusteuern.
Nicht mit Perfektion. Nicht mit Verzicht. Sondern mit Ehrlichkeit.
Vielleicht heißt das, einen Ball fallen zu lassen. Vielleicht heißt es, wieder Bewegung in den Alltag zu holen. Nicht als weiteres To-do, sondern als Fundament. Vielleicht heißt es auch, sich Hilfe zu holen und anzuerkennen: Ich muss nicht alles alleine lösen.
Wer billig kauft, zahlt zweimal.
Wer seinen Körper lange ignoriert, zahlt irgendwann auch.
Die gute Nachricht: Es ist nie zu spät, umzusteuern. Nicht radikal. Nicht perfekt. Sondern Schritt für Schritt – mit beiden Füßen fest im echten Leben.
Viel Freude bei einer weiteren Folge von „Machen kommt von Tun“
Und hier gehts zur nächsten Podcastfolge: „Wer billig kauft, zahlt zweimal!“
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