In dieser Podcastfolge: Der Kampf gegen Ernährungs-Trends – und warum ich ihn aufgebe
Wir leben in einer Zeit, in der Ernährung zu einem echten Minenfeld geworden ist. Zucker ist böse, Fertigprodukte sowieso, Kohlenhydrate stehen unter Generalverdacht – und irgendwo dazwischen versuchen wir, unseren Alltag zu organisieren.
Ich kenne diesen Strudel nur zu gut. Ich habe mich mit all diesen Themen beschäftigt, diskutiert, hinterfragt, erklärt. Ich wollte verstehen, was „richtig“ ist – und dieses Wissen weitergeben.
Doch irgendwann kam die Erkenntnis:
Viele dieser Kämpfe bringen uns nicht weiter.
Sie erzeugen vor allem eines – Unsicherheit.
Denn egal, wie sehr du dich bemühst: Es gibt immer eine neue Studie, eine neue Meinung, ein neues „Das darfst du auf keinen Fall mehr essen“.
Und genau hier liegt das Problem.
Der mediale Wahnsinn rund ums Essen
Scrollst du durch Social Media, bekommst du schnell das Gefühl, alles falsch zu machen:
- Zucker? Gift.
- Weißmehl? Katastrophe.
- Milchprodukte? Umstritten.
- Fleisch? Moralisch schwierig.
Und plötzlich sitzt du da und fragst dich:
Was darf ich überhaupt noch essen?
Diese Dauerbeschallung führt dazu, dass viele Frauen – gerade im stressigen Alltag – komplett den Bezug verlieren. Statt Klarheit entsteht Überforderung.
Dabei wird ein entscheidender Punkt oft vergessen: Nicht jedes Ernährungsthema ist automatisch dein Problem.
Wenn du gesund bist, dich einigermaßen ausgewogen ernährst und ein normales Essverhalten hast, dann musst du nicht jedes neue Ernährungskonzept auf dein Leben anwenden.
Mein Wendepunkt: Zurück zur Realität
Mein persönlicher Wendepunkt kam nicht durch eine Studie oder ein Buch – sondern durch die Praxis.
Durch das Tun.
Durch das tägliche Kochen.
Ich habe festgestellt:
Wer regelmäßig selbst kocht, hat viele dieser Probleme schlichtweg nicht.
Plötzlich relativieren sich Diskussionen über:
- Zucker
- Zusatzstoffe
- „Clean Eating“
- Superfoods
Warum? Weil du automatisch anders isst.
Nicht perfekt.
Aber ausgewogen.
Nicht extrem.
Aber sinnvoll.
Die Wahrheit über Zucker, Zusatzstoffe und Co.
Nehmen wir das Thema Zucker.
Ein klassisches Beispiel: Ein Kuchen enthält vielleicht 200 Gramm Zucker. Aufgeteilt auf 12 Stücke sind das unter 20 Gramm pro Portion.
Ist das wirklich das Problem?
Oder ist das Problem eher, dass wir uns zusätzlich noch mit stark verarbeiteten Produkten, Snacks und Getränken überladen?
Ähnlich ist es bei Zusatzstoffen oder Produkten wie Backpulver, Puddingpulver oder Sahnesteif.
Ja, man kann vieles selbst herstellen.
Aber muss man das im Alltag wirklich?
Die entscheidende Frage ist doch:
Wie oft kommt es vor – und in welchem Kontext?
Ein selbst gekochtes Essen mit ein paar Hilfsmitteln ist immer noch etwas völlig anderes als eine Ernährung, die überwiegend aus Fertigprodukten besteht.
Der einfache Schlüssel: Täglich kochen
Und damit sind wir bei der vielleicht unsexyesten, aber effektivsten Lösung überhaupt:
Koche. Jeden Tag.
Nicht perfekt.
Nicht aufwendig.
Nicht nach Instagram-Standards.
Sondern einfach.
Denn genau darin liegt die Kraft:
- Du verwendest automatisch mehr frische Zutaten
- Du hast Kontrolle über das, was im Essen steckt
- Du entwickelst ein Gefühl für Mengen und Balance
- Du brauchst keine komplizierten Regeln mehr
Plötzlich lösen sich viele Fragen von selbst.
Nicht, weil du alles optimierst –
sondern weil du ins Tun kommst.
Warum „einfach“ so schwer ist
Das Problem:
Einfach ist nicht sexy.
Ein Versprechen wie „10 Kilo in 4 Wochen“ verkauft sich besser als:
„Koch jeden Tag und bleib dran.“
Doch genau dieses Dranbleiben ist der Schlüssel.
Viele suchen nach:
- der perfekten Ernährungsform
- der besten Diät
- der optimalen Lebensmittelkombination
Dabei liegt die Lösung viel näher:
Regelmäßigkeit statt Perfektion.
Alltag statt Ideologie
Ein weiterer wichtiger Punkt: Ernährung ist kein Glaubenskrieg.
Ob mit Fleisch, vegetarisch oder vegan – entscheidend ist nicht die Ideologie, sondern die Umsetzung im Alltag.
Ich persönlich koche alles:
- mit Fleisch
- ohne Fleisch
- vegetarisch
- saisonal gemischt
Warum?
Weil Vielfalt zählt.
Und weil Ernährung im echten Leben stattfinden muss – nicht in Extremen.
Zurück zu dem, was wirklich funktioniert
Wenn ich heute auf meine „Kämpfe“ zurückblicke, sehe ich vor allem eines:
Ich habe gegen Windmühlen gekämpft.
Ich dachte, ich müsste all diese Themen lösen, erklären, richtigstellen.
Heute weiß ich:
Das ist gar nicht notwendig.
Denn die meisten Probleme verschwinden, wenn du dich auf das Wesentliche konzentrierst:
- frisch kochen
- regelmäßig essen
- abwechslungsreich bleiben
- entspannt bleiben
Die Einladung: Mach es dir einfacher
Wenn du dich gerade im Ernährungsdschungel verloren fühlst, dann probiere etwas Radikales:
Mach es einfacher.
- Koche öfter selbst
- Lass Perfektion los
- Hör auf deinen Alltag statt auf Trends
- Erlaube dir Genuss ohne schlechtes Gewissen
Du brauchst keine perfekte Ernährung.
Du brauchst eine, die du dauerhaft leben kannst.
Und genau da liegt die Wahrheit, die oft übersehen wird:
Nicht die perfekte Entscheidung macht den Unterschied – sondern die tägliche.
Wenn du dabei gerne Begleitung haben möchtest. Dann lade ich dich herzlich ein, dich für die Warteliste der Kitchen Queen Academy einzutragen. Zur Warteliste.
Und hier gehts zur nächsten Podcastfolge: (Ernährungs-)Kämpfe, die ich beendet habe.
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